Die Lisztstraße 12 in Weimar soll verkauft werden – und wir haben die einmalige Chance, sie in kollektives Eigentum der Mietenden zu überführen. Nicht als Symbol, sondern ganz praktisch: dauerhaft bezahlbarer Wohnraum, selbstverwaltet, ohne Verdrängung – und für immer dem Spekulationsmarkt entzogen.
Das ist genau die Art von Infrastruktur, die wir als Lösungslabor seit Jahren mit aufbauen: Orte, die Menschen nicht gegeneinander ausspielen, sondern zusammenbringen. Nach dem Kauf der WerkBank (Schubertstraße 10) wäre die Lisztstraße 12 der nächste konsequente Schritt: Wohnen und Arbeiten in kollektivem Eigentum – als echtes Weimarer Zukunftsmodell.
Warum das wichtig ist
Wenn wir das Haus nicht kaufen, ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass es an einen Investor geht – mit den bekannten Folgen: Mieterhöhungen, Verdrängung, Unsicherheit.
Wir drehen das Prinzip um: Das Haus gehört auf Dauer den Menschen, die darin leben.
Was entsteht
- ca. 600 m² Wohnfläche in Selbstverwaltung
- Spekulationsschutz durch Zusammenarbeit mit der Stiftung trias (Boden dauerhaft gesichert)
- Sanierung mit Augenmaß (Dach/Fassade/Fenster) – so geplant, dass Mieten langfristig bezahlbar bleiben
- Ein Ökosystem in direkter Nachbarschaft zur WerkBank: gemeinschaftlich, demokratisch organisiert, dauerhaft stabil
Jetzt zählt’s: Direktkredite bis Sommer 2026
Damit der Kauf gelingt, braucht das Projekt schnelle Unterstützung:
- 100.000 € als Meilenstein bis Ende April 2026
- 250.000 € Direktkredite nachgewiesen bis Ende Juni 2026
Du kannst auf drei Wegen unterstützen – je nachdem, was zu dir passt:
- Direktkredit (ab 500 €): Geld leihen für Kauf/Sanierung, mit Kündigungsfrist, moderaten Zinsen
- Spende an den Lösungslabor e.V.: unterstützt die laufenden Entwicklungskosten (steuerlich absetzbar)
- Zustiftung an Stiftung trias: hilft beim Bodenkauf (steuerlich absetzbar)
👉 Alle Details, Konditionen und Kontakt: Häuser für Alle – Lisztstraße 12
(Verlinkung auf) haeuser-fuer-alle.org
Kurz gesagt: Wer will, dass Weimar bezahlbar und menschlich bleibt, kann hier ganz konkret mithelfen – nicht irgendwann, sondern jetzt.

Warum wir solche Projekte machen
Der Mensch ist nicht dafür gemacht, alleine vor sich hin zu funktionieren. Wir sind ein Gruppenwesen: Wir lernen, wachsen und werden überhaupt erst „wir“, indem wir uns begegnen, Dinge teilen, miteinander arbeiten, streiten, lachen, kochen, erzählen – kurz: Kultur leben. Über Jahrtausende ist unser Zusammenleben nicht nur durch Technik vorangekommen, sondern vor allem durch das, was zwischen uns passiert: Kooperation, Vertrauen, Regeln, Rituale, Gemeinsinn. Genau das beschreibt auch die Idee der soziokulturellen Evolution: Gesellschaften verändern sich, weil Menschen in sozialen Umwelten lernen, sich anpassen und neue Formen des Miteinanders entwickeln.
Unsere Kulturarbeit setzt genau dort an: Wir schaffen Formate und Orte, in denen Menschen wieder in Beziehung kommen – ohne dass sie sich vorher einig sein müssen. Und wir erleben jedes Mal: Wenn Begegnung gelingt, entsteht etwas, das heute vielerorts schmerzhaft fehlt – Würde, Resonanz, Zuversicht.
Irgendwann haben wir verstanden: Wenn man Verbindung ernst nimmt, reicht es nicht, nur Veranstaltungen zu machen. Dann braucht es auch Strukturen, die bleiben. Räume, die nicht bei der nächsten Mieterhöhung verschwinden. Häuser, die nicht zum Spekulationsobjekt werden. Denn Bindung braucht Boden unter den Füßen.
Darum gibt es bei uns nicht nur Projekte, sondern auch Hausprojekte: Die WerkBank als gemeinschaftlich gesicherter Ort für Arbeit und Kultur – und jetzt als nächster Schritt die Lisztstraße 12: ein Haus, das denen gehören soll, die darin leben. Nicht als romantische Idee, sondern als sehr praktische Antwort auf die Frage: Wie bleibt Stadt bezahlbar und menschlich?
So wird aus Kulturarbeit eine dauerhafte Infrastruktur für Zusammenhalt: Lachen, Leben und Lieben in Häusern, die nicht trennen, sondern tragen.




