Rolling Mondays – Da kommt was ins Rollen

7. August 2024

Die Rolling Mondays sind eine neue Form von Demonstration. Eine, die nicht auf Abgrenzung setzt, sondern auf Verbindung. Nicht lauter und aggressiver wird, sondern einlädt. Eine Demo, die sich als gemeinsamer Erfahrungsraum versteht – offen, niedrigschwellig und familienfreundlich.

Statt gegen etwas zu sein, stellen die Rolling Mondays eine andere Frage:

Wofür stehen wir eigentlich? Wie wollen wir zusammenleben?

Denn genau daran mangelt es oft: an gemeinsamen Bildern, an geteilten Visionen, an erlebbarer Zuversicht. Viele gesellschaftliche Debatten bleiben im Modus von Konflikt und Gegeneinander. Die Rolling Mondays setzen dem bewusst etwas entgegen: eine Pro-Demo statt Anti-Haltung. Ein Pro-Test – für Gemeinschaft, Vielfalt und ein respektvolles Miteinander.

Das Besondere: Diese Haltung wird nicht nur ausgesprochen, sondern direkt erfahrbar gemacht.

Menschen kommen mit allem, was rollt – Rollschuhe, Inlineskates, Skateboards, Rollstühle, Bollerwagen, Tigerenten, selbstgebauten Gefährten – und bewegen sich gemeinsam durch die Stadt. Begleitet von Chören, Live-Musik und spontanen Begegnungen entsteht eine Atmosphäre, die trägt: leicht, offen und verbindend.

Die Straßen werden dabei zum sozialen Raum. Zum Ort für Austausch, für Zuhören, für Begegnung auf Augenhöhe. Kinder, Familien, ältere Menschen – alle können teilnehmen. Gerade für Menschen, die sich auf klassischen Demonstrationen unwohl fühlen, entsteht hier eine neue Form von Präsenz.

Die Rolling Mondays zeigen:

Gesellschaftlicher Zusammenhalt lässt sich nicht nur fordern – er lässt sich gestalten.

Und manchmal beginnt er ganz einfach damit, gemeinsam ins Rollen zu kommen.

Die Rolling Mondays sind aus dem Umfeld des Lösungslabor e.V. heraus entstanden. Der Verein übernimmt dabei die Rolle eines offenen Initiators, Ermöglichers und Rahmensetzers.

Das Lösungslabor bringt Menschen, Ideen und Formate zusammen – und schafft die Bedingungen dafür, dass neue Formen von Begegnung überhaupt entstehen können. Statt fertige Konzepte vorzugeben, geht es darum, Räume zu öffnen, in denen sich unterschiedliche Akteurinnen einbringen können: Künstlerinnen, Initiativen, Chöre, Familien, Einzelpersonen.

Konkret bedeutet das:

• Entwicklung und Setzen des Formats „Rolling Mondays“

• Vernetzung mit lokalen Partnern wie Chören, Initiativen und Bündnissen

• Organisation und Koordination der Abläufe

• Einladung zur Mitgestaltung statt reiner Teilnahme

Dabei versteht sich das Lösungslabor nicht als Veranstalter im klassischen Sinne, sondern als Plattform für kollektives Handeln. Die Inhalte entstehen aus der Gemeinschaft heraus – durch die Menschen, die teilnehmen und das Format mittragen.

Die Verbindung zu bestehenden Projekten wie den „Thüringer Brückenfesten“ ist dabei zentral: Auch hier geht es um Zuhören, Sichtbarkeit und das Schaffen von Begegnungen, die gesellschaftliche Gräben nicht vertiefen, sondern überwinden.

Die Rolling Mondays sind damit kein abgeschlossenes Format, sondern ein lebendiger Prozess – getragen von vielen, ermöglicht durch einen Rahmen, den das Lösungslabor bewusst offen hält.

Die Rolling Mondays auf Instagram.